Blasenentzündungen verstehen und besser behandeln

Prof. Dr. med. Annette Kuhn
Leitende Ärztin Urogynäkologie und Stv. Chefärztin Gynäkologie am Inselspital Bern

Blasenentzündungen gehören zu den häufigsten bakteriellen Infektionen bei Frauen und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Der Blick auf die Behandlung verändert sich zunehmend, da Antibiotika heute kritischer beurteilt werden, insbesondere im Zusammenhang mit steigender Resistenzentwicklung sowie möglichen Auswirkungen auf das Mikrobiom. Prof. Dr. med. Annette Kuhn, Leitende Ärztin Urogynäkologie und Stv. Chefärztin Gynäkologie am Inselspital Bern, gibt Einblick in aktuelle Therapieoptionen und Prävention und zeigt die Rolle nicht antibiotischer Behandlungsansätze auf. | Noémie Aeschlimann

Was ist eine Blasenentzündung und welche Ursachen und Risikofaktoren spielen eine Rolle?

Eine Blasenentzündung ist eine bakterielle Infektion der Harnblase. Frauen sind aufgrund ihrer Anatomie häufiger betroffen, da die kürzere Harnröhre den Bakterien den leichteren Zugang zur Blase ermöglicht. Auch Darmbakterien, die in den Intimbereich gelangen, können Infektionen auslösen. Weitere Risikofaktoren sind hormonelle Veränderungen nach den Wechseljahren, Diabetes, eine unvollständige Blasenentleerung mit Restharn sowie immunsupprimierende Medikamente, doch in manchen Fällen bleibt die Ursache unklar.

Welche typischen Symptome sollten Betroffene aufmerksam machen?

Typisch ist ein rascher Beginn der Beschwerden: Betroffene verspüren starken Harndrang, müssen ständig Wasser lösen und scheiden dabei meist nur geringe Mengen aus. Das Wasserlösen ist zudem oft brennend schmerzhaft, von Blasenschmerzen begleitet und geht mit sehr kurzen Toilettenintervallen einher, jeweils mit nur wenigen Tropfen Urin.

Wie sieht heute die Standardtherapie einer Blasenentzündung aus?

Bei unkomplizierten Blasenentzündungen wird zunehmend versucht, ohne Antibiotika zu behandeln, da diese das Mikrobiom stören und die Resistenzentwicklung fördern. In Europa kommt es jährlich zu zehntausenden Todesfällen durch multiresistente Keime, weshalb ein zurückhaltender Einsatz empfohlen wird. Stattdessen werden vermehrt nicht antibiotische und pflanzliche Optionen eingesetzt, darunter insbesondere FEMANNOSE® N, das verhindert, dass sich Bakterien an der Blasenwand anheften. 

Auch pflanzliche Präparate wie Senföle, Beerenextrakte und phytotherapeutische Ansätze sowie Impfungen bei Harnwegsinfekten kommen zunehmend zum Einsatz. Diese Therapien gelten als valide Alternativen oder Ergänzungen bei unkomplizierten Infekten sowie zur Vorbeugung rezidivierender Blasenentzündungen.

Wie wirkt FEMANNOSE® N bei Blasenentzündungen und welche Rolle spielt es in der Therapie und Prävention?

FEMANNOSE® N verhindert, dass sich Bakterien an der Blasenschleimhaut anheften, somit können diese einfach ausgeschieden werden. Das Präparat kann sowohl im akuten Fall als auch zur Prophylaxe eingesetzt werden und ist rezeptfrei erhältlich. Im akuten Fall wird es über mehrere Tage in höherer Dosierung eingenommen, bevor die Dosis reduziert wird, während zur Vorbeugung in der Regel eine einmal tägliche Einnahme am Abend ausreicht. 

Klinische Daten zeigen eine gute Wirksamkeit und breite Anwendbarkeit, besonders bei rezidivierenden Blasenentzündungen und nach der Menopause. Eine regelmässige Einnahme kann neue Infekte verhindern und die Lebensqualität verbessern.

Welche Botschaft möchten Sie Patientinnen mit wiederkehrenden Blasenentzündungen mitgeben?

Wichtig ist, dass wiederholte Blasenentzündungen kein Schicksal sind, das Betroffene einfach hinnehmen müssen. 

Dank verschiedener Ansätze stehen heute mehr Möglichkeiten zur Verfügung als früher, von nicht antibiotischen Behandlungsoptionen über pflanzliche Präparate bis hin zu gezielten Massnahmen zur Stabilisierung der Schleimhaut- und Vaginalflora. 

Entscheidend bleiben eine ärztliche Abklärung sowie eine individuell abgestimmte Strategie, die sowohl akute Beschwerden als auch die Vorbeugung berücksichtigt. Ziel ist es, die Häufigkeit der Infekte und damit auch die Belastung für die Patientinnen langfristig deutlich zu reduzieren. 


Dieser Artikel wurde mit freundlicher Unterstützung von Melisana AG, 8004 Zürich erstellt

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Die Unabhängigkeit der Meinung der Expertin wurde vollständig respektiert

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